Archiv der Kategorie: Positionen

Ein Leben ohne Plastik?

Man sieht sie immer wieder die schockierenden Bilder von den Auswirkungen des menschlichen Plastikkonsums. Dabei sterben täglich zu viele Vögel und Fische, weil sie Plastik essen oder andere Tiere verspeisen die Plastik in sich tragen.
Es werden jährlich weltweit bis zu 250 Millionen Tonnen Plastik produziert.
Die Bloggerin Nadine Schubert hat sich mit dem Thema plastikfreies Leben befasst und es mehr oder weniger zu ihrer Lebensaufgabe gemacht Plastik zu vermeiden. In dem Artikel von Deutschlandradio Kultur wird beschrieben wie sie ihr Leben nach und nach plastikfreier macht.

Deutschlandradio Kultur

Was geht uns das an?
Wir können an der Hochschule umweltfreundliche Verfahren entwickeln. Wir können über unsere Abläufe und über die Lehre nachdenken. Einen ersten Schritt haben wir versucht zu veranlassen. Die Juso Hochschulgruppe hat im Studierendenparlament einen Antrag gestellt, die Anzahl an Plastikbechern im TO TO Bereich des KSTW zu reduzieren und durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen.

Antrag im 60. Studierendenparlament

Gemeinsame Pressemitteilung: Keine Zensur von Kritik an Sexismus

Studierendenschaften und Studierendenverbände veröffentlichen “verbotene” Kritik an Pick-up-Artists (PM diverser Studierendenvertretungen und -verbände, darunter auch unseres Dachverbandes, den Juso-Hochschulgruppen)

Am heutigen Freitag setzen bundesweit zahlreiche Studierendenvertretungen und -verbände ein Zeichen gegen sogenannte “Pick-up-Artists”. Sie veröffentlichen zeitgleich um 11 Uhr zwei Artikel zum Thema, auf deren Publikation sich eine Verurteilung seitens des Oberlandesgerichts Frankfurt bezieht.

Anlass für unser gemeinsames Auftreten ist der Gerichtsprozess, in welchem sich aktuell die Studierendenschaft der Universität Frankfurt befindet. In ihrer studentischen Zeitung sind zwei Artikel veröffentlicht worden, die sich gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt und “Pick-up-Artists” im Besonderen wenden. Gegen diese Artikel wurde von einem “Pick-Up-Artist” Beschwerde eingelegt, weil er und seine Tätigkeiten am betreffenden Campus kritisiert werden. Nachdem das Landgericht die Beschwerde im Sinne des Presserechts abgelehnt hat, ging er in die nächste Instanz. Beim Oberlandesgericht erreichte er eine einstweilige Verfügung, weil die Studierendenvertretung mit der Freigabe eines solchen Artikels zum einen Persönlichkeitsrechte verletze, aber vor allem auch ihr Mandat überschritten hätte. Das heißt, zur Debatte steht damit auch die Kritik an Sexismus und die Frage, ob und wie Studierendenvertretungen eine solche üben dürfen.

Als studentische Organisationen veröffentlichen wir alle in Rede stehenden Artikel, um die notwendige Kritik an der sexualisierten Gewalt von “Pick-up-Artists” zu stärken, statt sich einer Zensur zu fügen. Die Vertretungen und Verbände sind sich einig darin, dass Sexismus und männliche Gewalt gegen Frauen* auch im Kontext der Hochschule kritisiert werden muss. Einerseits gebietet Unrecht, dass es im Rahmen einer zivilen Öffentlichkeit kritisiert werden muss und andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass eben auch in Hochschulen, wie die Artikel zeigen, sexualisierte Gewalt stattfindet — denn Sexisten nutzen auch diese Räume für ihre Aktivitäten. Es wäre ein fragwürdiges Zeichen, wenn der Presse oder studentischen Vertretungsorganisationen verboten würde, Kritik an Diskriminierung und Gewalt(aufrufen) zu üben. Daher halten wir eine Konfrontation für unvermeidlich.

Mit der heutigen Aktion möchten wir unterstreichen, dass der AStA Frankfurt und die Autor*innen der Artikel nicht allein in ihrem Kampf gegen sexistische und sexualisierte Gewalt an den Hochschulen und darüber hinaus stehen. Die unterzeichnenden Organisationen werden sich nicht in ihrem Recht auf Publikationsfreiheit einschränken lassen und weiterhin über Gewalt an und außerhalb der Hochschulen aufklären.

Der Euphemismus “Pick-Up-Artist” bezeichnet keine harmlose Freizeitbeschäftigung sondern vielmehr handelt es sich explizit um psychische und physische Manipulationstechniken, die vorgeblich Durchsetzungsfähigkeit und Selbstsicherheit im Beruf und Alltag sichern sollen. Der “selbstsichere Mann” wendet dann, gemäß der Erkenntnisse in den Seminaren, das Erlernte gegen Frauen* an. Dabei wird kein Widerstand, kein “Nein”, kein Desinteresse von Frauen* akzeptiert, sondern ignoriert. Dies führt so weit, dass Angehörige der Szene die Legalisierung von Vergewaltigungen und sexualisierter Gewalt fordern. Sensibilisierung und Aufklärung über diese Praktiken, das zugrundeliegende Frauen*bild und die dadurch entstehenden Gefahren für alle Frauen* und Mädchen ist nicht nur an den Hochschulen dringend nötig.

Die vom Oberlandesgericht Frankfurt angeführte Trennung von “Allgemeinpolitik” und “Hochschulpolitik” können wir nicht nachvollziehen. Dass die betreffenden Pick-up-Artists einer einschlägigen Firma ihre Gewalt auf den Campus ausdehnen zeigt, dass eine Trennung zwischen Hochschule und Gesellschaft nicht möglich ist. Wenn sich Studierendenschaften nicht mehr zu Sachverhalten, die auch außerhalb ihrer Hochschulen existieren, äußern können, werden sie de facto mundtot gemacht. Gegen diese Zensur setzen die teilnehmenden Studierendenschaften und Verbände ein klares Zeichen.

Unterstützer*innen:
— AStA Uni Hannover
— AStA Uni Marburg
— AStA FU Berlin
— AStA TU Berlin und Frauen*referat AStA TU Berlin
— AStA Uni Duisburg-Essen
— AStA Uni Lüneburg
— AStA/SprecherInnenrat Uni Passau
— campus:grün köln
— Campusgrün Bundesverband grüner und grün-alternativer Hochschulgruppen
— Die Linke.SDS
— freier zusammenschluss von student*innenschaften
— Juso-Hochschulgruppe Würzburg
— Juso-Hochschulgruppen
LAK Niedersachsen
— Referat Gleichstellung und Referat Aktion der StuV Uni Würzburg
— RefRat HU Berlin (gesetzlich AStA)
SDS.die Linke Hochschulgruppe Marburg

Zu den Veröffentlichungen:
www.jusohochschulgruppen.de
www.fzs.de

Nein zum Zwangswechsel — Keine Frist 2017!

Die drohenden Wechselfristen 2017 vom Bachelor 1.0 in den Bachelor 2.0 beschäftigen momentan viele Studierende.
Nachdem der SprecherInnenRat der Philosophischen Fakultät (Phil-SpRat) eine Petition gegen ebendiese Fristen gestartet und bis jetzt etwa 1600 Stimmen gesammelt hat und auch das Studierendenparlament sich gegen eine Frist 2017 ausgesprochen hat, gehen sowohl die Diskussionen als auch die Aktionen weiter.
Am vergangenen Montag, 1. Februar, gab es von Seiten des Phil-SpRats eine Kundgebung auf dem Albertus-Magnus-Platz, zu der etwa 150 Studierende kamen und ihren Unmut über die drohenden Fristen kundgaben. Auch wir von den Jusos waren natürlich mit vor Ort.

Zudem waren die Wechselfristen am heutigen Dienstag, 2. Februar, Thema in der Senatskommission für Studium, Lehre und die Belange der Studierenden (LSK). Dort ging es unter anderem um die Wechselformalitäten der Lehramtsstudiengänge, wo die Diskussion zwischen ProdekanInnen sowie studentischen VertreterInnen hitzig war.
Während die Studierenden die vielen offenen Fragen und Probleme bemängelten, wurde den Studierenden von Seiten der Dekane Stimmungsmache und Propaganda vorgeworfen.
Letztendlich verabschiedete die LSK mit 5 Stimmen der StudierendenvertreterInnen und 4 Gegenstimmen von Seiten der Prodekanate 2019 als finale Frist für Lehrämtler. Einzige Einschränkung soll sein, dass Studierende 2017 erklären müssen, dass sie mit einer Frist 2017 nicht einverstanden sind und gerne im Bachelor 1.0 weiterstudieren möchten. Des Weiteren darf es bei einem Wechsel keine Nachteile für Studierende geben. Obwohl noch keine finale Ordnung verabschiedet wurde, ist dies eine gute Empfehlung an den Senat.

Nein zur Zwangsumschreibung der Bachelor 1.0 in die Bachelor 2.0 im Jahr 2017

Die Überführung der alten Bachelorstudiengänge in die neuen, bzw. deren Prüfungsordnungen, führt zu etlichen Problemen. So müssen zum Teil Prüfungen nachgeholt werden, obwohl diese schon bestanden wurden. Es kann zudem nicht sein, dass bisherige Stärken eines Studiengangs Studierenden, die nach alter Prüfungsordnung studieren, verwehrt werden, wenn sie wechseln müssen. Es soll zudem keinerlei Härtefallregelung geben.
Dies alles ist für uns nicht tragbar, und deshalb haben wir als Gruppe uns dafür entschieden, die Petition zu unterzeichnen und lautstark bei der Demo am 01.02.2016 auf dem Albertus-Magnus-Platz anwesend zu sein.

Was könnt ihr tun?
Der SprecherInnenrat der Philosophischen Fakultät hat eine Petition erstellt:
Petitionsseite
Kommt zur Demo!
Wann und wo findet diese statt?
Am 01.02.2016. um 11:30 Uhr auf dem Albertus-Magnus-Platz
Veranstaltungsseite

Juso HSG Köln demonstriert gegen Sexismus und Rassismus

9 Tage sind die schrecklichen Vorfälle von Köln nun her, seit ca. 5 Tagen dominieren sie die Schlagzeilen. Die ganze vergangene Woche gingen in Köln Menschen auf die Straße – gegen Sexismus, gegen Gewalt gegen Frauen, aber auch gegen Geflüchtete, andere Ausländer und „links-grün-versiffte Willkommensgutmenschen“.

Es ist Zeit, einen Schritt zurück zu treten und die ganze Sache wieder etwas nüchterner zu betrachten.

Die Ereignisse in Köln sind schrecklich, vor allem für die betroffenen Frauen, und die Täter müssen im Rahmen der rechtsstaatlichen Möglichkeiten ausfindig gemacht und bestraft werden. Es wird schwierig sein, einzelnen Tätern bestimmte Straftaten nachzuweisen, keine Frage. Das liegt zum einen an den Problemen, die die Rechtsprechung mit der sexuellen Nötigung ohnehin schon hat (umstrittene Auslegung und Interpretation des § 177 StGB), die aber vor Silvester nur einen winzig kleinen Teil der deutschen Öffentlichkeit überhaupt interessiert haben. Zum anderen gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung, von der auf keinen Fall, schon gar nicht aus emotionalen Kurzschlussreaktionen, abgewichen werden darf, da sie einen elementaren Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit darstellt.

Viele weisen zurecht darauf hin, dass es in Deutschland auch bei anderen Großveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Oktoberfest oder an Karneval, ebenfalls zu Vergewaltigungen, Nötigungen und zahlreichen sexuellen Belästigungen kommt – diese dominieren allerdings nicht tagelang die Nachrichten.

Was war Silvester anders? Ja, die Übergriffe erscheinen ungewöhnlich massiv. Ja, die Polizei war offensichtlich nicht in der Lage der Situation Einhalt zu gebieten. Für viele ist der entscheidende Unterschied allerdings, dass es sich um Täter „nordafrikanischen“ oder „arabischen“ Aussehens, und einigen Presseberichten zu Folge zumindest zum Teil um Geflüchtete handelt. Wenn es noch einen Anlass für einen weiteren Rechtsruck in Deutschland brauchte, war er nun gefunden.

Obwohl Journalisten, Politiker, Ehrenamtler und die Polizei seit Monaten immer wieder darauf hinweisen, dass es keine höhere Kriminalitätsrate bei Geflüchteten gibt, macht die Mär vom „kriminellen Ausländer“ wieder die Runde. Viele Menschen suchen, durch die massive Medienpräsenz der Ereignisse zusätzlich verunsichert, nach möglichst einfachen Erklärungen, um ihre ohnmächtige Wut zu kanalisieren. Diese finden sie in dumpfen rechten Parolen und Verschwörungstheorien.

Hooligans und andere Rechte mit antiquiertem Frauenbild, die sich bis vor einer Woche einen Dreck um Sexismus, Diskriminierung oder sexueller Gewalt gekümmert haben, spielen sich plötzlich als „Retter der deutschen Frauen“ auf, und instrumentalisieren die (berechtige) Empörung über sexuelle Übergriffe für ihre rassistischen, hetzerischen Zwecke. Dass finden wir unerträglich, und deswegen haben wir uns in dieser Woche an den Demonstrationen gegen die Kundgebungen von ProNRW und Pegida NRW beteiligt und werden auch weiter die vielen Bündnisse gegen Rechts in Köln unterstützen.

Warum wir weiter denken als bis zum Ausgang des Hauptgebäudes

Manchmal werden wir als politische Hochschulgruppe kritisiert: Wir würden uns nicht genug auf die Uni Köln fokussieren und nur Themen bearbeiten, die nicht direkt etwas mit dem Rektor, der Raumknappheit und der Überbelegung in Veranstaltungen zu tun haben. Und ja, wir sprechen als Hochschulgruppe tatsächlich über viele “größere” Themen. Hier ein paar Gründe, warum wir das tun:

1.: Weil es eben doch oft die Uni betrifft
Es ist nicht immer direkt ersichtlich, aber eigentlich betrifft vieles, was in der Landes- oder Bundespolitik diskutiert wird, auch die Studierenden an den Universitäten. Ein ganz aktuelles Beispiel sind die Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen. Einige von ihnen haben auch in ihrer Heimat studiert, dürfen ihr Studium aber hier nicht fortsetzen, weil sie in der Hast der Flucht ihre Dokumente zurücklassen mussten. Welche Lösungen kann man für sie finden, damit sie weiter studieren können? Ein ganz anderes Thema sind die Kita-Streiks, die die Republik bis zuletzt in Schach gehalten haben. Was machen denn Studierende mit Kind, wenn auf einmal die Betreuungsmöglichkeiten wegbrechen? – Auch hier ist also durchaus ein Zusammenhang gegeben.

2.: Weil man Hochschulpolitik nicht ohne den Blick über den Zaun betreiben kann
Universitäten gibt’s halt nicht nur in Köln, und auch nicht nur in NRW. Vieles, was die Bildungspolitik betrifft, kommt nicht nur bei uns an der Uni Köln an, sondern an einigen oder sogar allen Hochschulen im ganzen Land oder Bund. Die LPO 2003 läuft beispielsweise aus, sodass viele Lehramts-Studierende von Exmatrikulationen bedroht waren und sind. Das Problem nur an der Uni Köln anzugehen, wäre viel zu kurz gedacht: In ganz NRW sind Studierende betroffen. Einzelne Proteste hätten da nicht viel gebracht. Das zeigt, wie wichtig überregionales Denken sein kann, um (auch regionale) Interessen zu vertreten.

3.: Weil wir nie wissen, wie sich HoPo-Entscheidungen auf den Rest der Welt auswirken
Einmal angenommen (gar nicht so unrealistisch, eigentlich), die KVB und Deutsche Bahn entschließen sich, zu streiken. Wir alle kommen nicht zur Universität und schimpfen, sch*** Deutsche Bahn, sch*** Gewerkschaften. Moment mal, Gewerkschaften sind doch eigentlich die “Guten” , die sich um Arbeitnehmerrechte von abhängig Beschäftigten kümmern. Wenn sich nun Studis nur mit Studis solidarisieren und keinen Gedanken an den Rest der Gesellschaft verschwenden würden, hätten wir den Salat: Gewerkschaften und damit die Interessensvertretungen der Arbeitnehmer*inenn würden sukzessive den Rückhalt in unserer Wahrnehmung verlieren. Das möchten wir nicht zulassen und wirken daher darauf hin, dass der Weitblick bei Themen wie diesem gewahrt bleibt.

4.: Weil wir nie wissen, wie sich der Rest der Welt auf die Uni auswirkt
Wie lange dauert es wohl, bis sich Rassismus an Hochschulen durchfrisst, wenn man erst dann auf ihn reagiert, wenn Fremdenhass den Campus schon erreicht hat? Analog gilt dieses für viele weitere Probleme, beispielsweise auch die Studiengebühren, die wir 2011 glücklicherweise wieder losgeworden sind. Nichtsdestotrotz sind die Universitäten weiterhin schlecht ausfinanziert. Und diese (schlechte) Ausfinanzierung der Hochschulen wird ganz sicher nicht an der Uni Köln beschlossen – betrifft uns aber spätestens in dem Moment, in dem Studiengebühren wieder diskutiert oder sogar beschlossen werden.

5.: Um mehr zu erreichen
Auch der Wohnraum ist kein Thema, das nur Studierende betrifft. Längst nicht aller soziale Wohnraum fällt an Studierende, und trotzdem fordern wir jedes Jahr, dass mehr gebaut wird. Als Hochschulgruppe kennen wir das Problem natürlich vornehmlich aus unserer Perspektive. Auf die ganze Stadt bezogen wäre es allerdings zu kurz gegriffen, nur für uns als Studierende bezahlbaren Wohnraum einzufordern. “Stadt für alle” trifft es da schon besser.

6.: Weil es uns interessiert
Wir können nicht durch die Welt gehen, ohne auch mal links und rechts zu gucken. Wir finden es wichtig, uns eine Meinung zu bilden – und möchten unsere Kommiliton*innen gern dazu anhalten, sich ebenfalls die Zeit dafür zu nehmen. Wie steht ihr zu TTIP? WLAN in der ganzen Stadt? Sollten wir auf Fahrräder, oder doch eher auf öffentliche Verkehrsmittel setzen?

7.: Weil es schwierig ist, ohne Kontext etwas zu bewegen
Hier sind die Fahrradwege ein gutes Beispiel. Klar, die abgeranzten Radwege an der Uni sind alt, hässlich und teilweise gefährlich. Auch die Stellplatzsituation könnte besser sein, aber das nur am Rande. Wir als Hochschulgruppe finden Fahrräder ziemlich cool und fänden es gut, Studierenden zu ermöglichen, sich mit dem Rad zur Uni zu trauen. Nur die Fahrradwege an der Uni selbst anzusprechen, würde aber einfach viel zu kurz greifen. Studis sind schließlich nicht nur an der Universität selbst unterwegs, sondern auch im restlichen Stadtgebiet, und da ist die Radwegsituation teilweise noch ätzender als an der Uni. Entsprechend muss in der ganzen Stadt etwas getan werden, damit die Stadt fahrradfreundlicher wird und sich tatsächlich mehr Studis dazu entscheiden können, mit dem Rad zum Hörsaal zu kommen.

8.: Weil es uns nicht egal sein kann, was in der Welt passiert
Wir Studierenden sind keine abgetrennte Einheit, sonden leben mitten in der Gesellschaft. Täglich begegnen wir Menschen, die nie studiert haben, es vielleicht auch gar nicht wollen, und diese Menschen stemmen oft ganz andere Herausforderungen als wir selbst. Auch wenn unsere eigenen Themen anders aussehen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Die Welt wirkt auf uns, also dürfen auch wir auf sie wirken — sei es mit Protesten gegen Krieg und Kriegsforschung an Universitäten, sei es mit Aktionen für mehr Toleranz gegenüber Minderheiten.

9.: Weil wir andere dazu animieren möchten, politisch zu sein/werden
Allein die Tatsache, dass wir über Politik und gesellschaftliche Themen sprechen, hält sie in den Köpfen lebendig. Wir finden eine lebendige Demokratie und die konsequente Diskussion über die Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, immens wichtig. Daher möchten wir einen Teil dazu beitragen, dass die Diskussionen auch an der Universität geführt werden. Auch Studierende haben mit Sicherheit eine Meinung zum Mindestlohn oder dem Betreuungsgeld. Wer sich an der Universität für Inklusion einsetzt, wird auch später einen Blick für dieses Thema haben. Wir möchten das Interesse für Politik an der Universität wecken, damit unsere Demokratie lebendig bleiben kann.

Studentisches Leben / Service / Mensa

Wir möchten Euch in den kommenden Tagen Teile unseres Wahlprogramms ausführlich näher bringen. Deshalb werden in nächster Zeit immer wieder Themen von uns hier veröffentlicht, die Ihr gerne weiterverbreiten dürft. Wir würden uns freuen, euch mit diesen Themen überzeugen zu können, so dass Ihr uns vielleicht diese Woche (08. bis 12. Dezember 2014) wählt.

Unser komplettes Wahlprogramm findet ihr unter http://juso-hsg.uni-koeln.de/stupa-wahl-2014/

Studienreform

Thema: Studentisches Leben / Service / Mensa

Studentisches Leben

Wir fordern, dass Studierenden ein besseres Freizeitangebot in Köln ermöglicht wird. Dies beginnt beim Hochschulradio „KölnCampus“, dessen Finanzierung jedes Jahr kritisch ist. KölnCampus ein Radioprojekt, das offen für alle Studierende ist, die an einer Mitarbeit interessiert sind. Gerade auch für Studierende, die ihre Zukunft in der Medienbranche sehen. Die Popularität muss hier erhöht, die Struktur verbessert und eine jährliche finanzielle Grundsicherung durch die Universität und den AStA sichergestellt sein.

Das bisherige kulturelle Angebot für Studierende in Köln durch u.a. den “Kölntag” (Sofern ein Erstwohnsitz in Köln besteht, können seit April 2009 jeweils am ersten Donnerstag im Monat, mit Ausnahme von Feiertagen, kostenlos die ständigen Sammlungen der städtischen Museen besucht werden.
Als Eintrittskarte reicht der Personalausweis beziehungsweise ein vergleichbares Dokument. Für den Besuch von Sonderausstellungen gilt nach wie vor der reguläre Eintrittspreis.) ist bereits gut, dennoch besteht Verbesserungspotential. So muss der Kreis, die dieses Angebot nutzen können erweitert werden, so dass alle Studierende dieses Angebot in Anspruch nehmen können. Bisher können dieses Angebot nur Studierende, die mit dem Erstwohnsitz in Köln gemeldet sind, nutzen. Also beispielsweise keine Studierenden, die in Hürth-Efferen im Studierendendorf leben. Dies muss sich ändern.

Weiterhin muss das Angebot des Hochschulsports erhalten und ausgebaut werden, hierfür ist u.a. eine engere Zusammenarbeit der Kölner ASten erforderlich.

GEZ-Reform

Seit Beginn 2013 werden nicht mehr Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entsprechend der Empfangsgeräte eingefordert, sondern diese müssen per Haushaltsabgabe monatlich abgeführt werden. Dieses gilt auch für Studierende. Eine Befreiung wurde durch dieses Verfahren erschwert. Da rund 18 Euro monatlich für viele Studierende eine hohe Mehrbelastung darstellt, fordern wir eine Befreiung aller Studierenden von der Gebührenpflicht.

Service-Angebote

Die aktuell bestehenden Angebote des AStA müssen erhalten bleiben. Dazu zählen die Bafög– und Sozialberatung, die (Miet-)Rechtsberatung, die Ausländer*innenberatung, aber auch etwa das DGB-Campus Office, welches Studierenden eine kostenlose Arbeitsrechtsberatung ermöglicht. Doch auch Projekte wie die Nightline sollen weiter beworben und gefördert werden.

Mensa

In Zusammenarbeit mit dem KSTW muss der AStA ein höheres Freitischmarkenkontingent erhalten, damit notleidende Studierende ebenfalls essen können. Aufgrund des Platzmangels in der Mensa muss zudem das dritte Stockwerk geöffnet und die Öffnungszeiten erweitert werden. Anschließend kann das KSTW zudem das tägliche Angebot zeitlich auch am Abend erweitern und anpassen (u.a. sicherstellen, dass eine vegane Mahlzeit die Günstigste am Tag ist und Lebensmittel wenn möglich aus regionalem Anbau verwendet werden). Unabdingbar ist zudem die Etablierung einer Bargeldkasse, sowie eine Kennzeichnung aller Inhaltsstoffe bei Mahlzeiten. An unterversorgten Orten wie etwa der MatNat-Fakultät müssen außerdem Kaffeebars entstehen (nach dem Vorbild im Seminargebäude).

Studienfinanzierung / BAföG

Wir möchten Euch in den kommenden Tagen Teile unseres Wahlprogramms ausführlich näher bringen. Deshalb werden in nächster Zeit immer wieder Themen von uns hier veröffentlicht, die Ihr gerne weiterverbreiten dürft. Wir würden uns freuen, euch mit diesen Themen überzeugen zu können, so dass Ihr uns vielleicht diese Woche (08. bis 12. Dezember 2014) wählt.

Unser komplettes Wahlprogramm findet ihr unter http://juso-hsg.uni-koeln.de/stupa-wahl-2014/

Studienreform

Thema: Studienfinanzierung / BAföG

Bildung muss für alle finanzierbar sein und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Derzeitige Kriterien für das BAföG sorgen dafür, dass nur ein geringer Teil von Studierenden während des Studiums unterstützt wird. Ein großer Teil fällt durch den Kriterienkatalog, was auch als das Mittelstandsloch bezeichnet wird. Dies sind Studierende, denen gesagt wird, dass ihre Eltern sie während des Studiums unterstützen könnten. Die Eltern haben jedoch häufig praktisch keine finanziellen Mittel, da diese z.B. bei einer Selbständigkeit in dem eigenen Familienunternehmen gebunden sind. Häufig kommt es auch vor, dass Eltern Auskünfte über ihre finanzielle Situation komplett vermeiden. Studierende haben in diesem Fall nur noch die Möglichkeit ihre Eltern zu verklagen, um zu ihrem Recht zu kommen. Dieser Schritt ist aus familiärer Sicht für die meisten zu groß. Daher fordern wir als Juso Hochschulgruppe ein elternunabhängiges BAföG, um so allen ein Studium zu ermöglichen. Ohne dass Eltern weiterhin Einfluss auf die Studienwahl der Kinder nehmen, ohne Zukunftsängste (z.B. dass bei veränderten Lebensumständen das BAföG gestrichen wird). Stipendien wie das Deutschlandstipendium können kein Ersatz für ein BAföG sein, da es entsprechend der Leistung vergeben wird. Die soziale Herkunft spielt eine untergeordnete, wenn nicht gar zu vernachlässigende Rolle. Da der Bildungssektor schon vor der Hochschule stark selektiv gestaltet ist, erhalten laut verschiedenster Studien viele Studierende ein Deutschlandstipendium, die vom familiären Background gar nicht darauf angewiesen sind. Somit wäre es sinniger, dieses Geld lieber als BAföG zu nutzen, um so Menschen ein Studium zu ermöglichen, die dieses sich sonst nie leisten könnten.

Semesterticket / Einführung der Multicard

Wir möchten Euch in den kommenden Tagen Teile unseres Wahlprogramms ausführlich näher bringen. Deshalb werden in nächster Zeit immer wieder Themen von uns hier veröffentlicht, die Ihr gerne weiterverbreiten dürft. Wir würden uns freuen, euch mit diesen Themen überzeugen zu können, so dass Ihr uns vielleicht diese Woche (08. bis 12. Dezember 2014) wählt.

Unser komplettes Wahlprogramm findet ihr unter http://juso-hsg.uni-koeln.de/stupa-wahl-2014/

Studienreform

Thema: Semesterticket / Einführung der Multicard

Da der AStA im Namen aller Kölner Studierenden die zuständigen Verhandlungen führt, ist es zunächst wichtig, durch Wahlen den Semesterticketbeauftragten eine größere Legitimation zu ermöglichen. Zuletzt ist es uns im AStA beispielsweise gelungen, einen erheblichen Anstieg des Preises zu verhindern.
Das ist jedoch nicht alles: Wohnt jemand außerhalb Kölns, so muss dies etwa bei der Seminarplatzvergabe mitberücksichtigt werden. Des Weiteren muss die Anbindung an den Kölner Campus verbessert werden. Das impliziert, dass die Linie 142 häufiger und die Linie 18 regelmäßiger fahren, gerade weil das Hürther Studentendorf so besser angebunden wäre. Außerdem fordern wir generell einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der insbesondere unter der Woche während der Nacht erkennbar sein muss.

Außerdem: Die von vielen über Jahre geforderte Multicard kommt! Neben der Bezahlfunktion für die Mensa und die Kopierer wird sie auch das NRW-Ticket enthalten. Dies war lange unklar. Auf unseren Druck wurde es umgesetzt. Auch war lange unsicher, wie der Datenschutz gewährleistet sein kann. Dank uns gibt es jetzt Klarheit — elektronisch wird (neben den o.g. Dingen) nur die Matrikelnummer gespeichert! Sonst gibt es darauf keine personenbezogenen Daten!

Studienreform (Teil 3)

Wir möchten Euch in den kommenden Tagen Teile unseres Wahlprogramms ausführlich näher bringen. Deshalb werden in nächster Zeit immer wieder Themen von uns hier veröffentlicht, die Ihr gerne weiterverbreiten dürft. Wir würden uns freuen, euch mit diesen Themen überzeugen zu können, so dass Ihr uns vielleicht nächste Woche (08. bis 12. Dezember 2014) wählt.

Unser komplettes Wahlprogramm findet ihr unter http://juso-hsg.uni-koeln.de/stupa-wahl-2014/

Studienreform

Thema: Studienreform (Teil 3)

Abschaffung der Anwesenheitspflicht

Im Studium geht es um Eigenverantwortung und nicht darum, bevormundet und/oder eingeengt zu werden. Auch unter sozialen Aspekten, sind Anwesenheitspflichten abzulehnen, da sie eine weitere Hürde für Studierenden darstellen, die bspw. Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen. Auch Studierende mit Kind sind von diesem Problem betroffen, da nicht dauerhaft eine Kinderbetreuung zu allen Studienzeiten gewehrleistet sein kann. Die ohnehin starke Verschulung des Studiums wird hierdurch noch zusätzlich befeuert. Im neuen Hochschulgesetz sind die Anwesenheitspflichten nun nahezu vollständig abgeschafft. Trotzdem gibt es sie an der Uni Köln häufig noch dort, wo sie eigentlich verboten wären. Im AStA haben wir hierzu ein Meldeportal eingerichtet und das Thema in den Fakultäten und im Rektorat angesprochen. Wir wollen uns auch im nächsten Jahr dafür einsetzen, dass die Rechtslage konsequent eingehalten und die Anwesenheitspflichten dementsprechend abgeschafft werden.

Regelstudienzeiten als Druckmittel abschaffen

Der immer stärker werdende Stressfaktor „Zeit“ muss von den Schultern der Studierenden genommen werden. Sie dürfen nicht von Studienbeginn an unter dem Druck stehen, schnellstmöglich den Vorgaben der entsprechenden Prüfungsordnung hinterher zu hetzen. Ein Studium soll der Vertiefung eigener Interessen und Begabungen dienen. Im starken Widerspruch dazu steht die derzeitige Anwendung von Regelstudienzeiten. Sie sollen eigentlich maximal Vorgaben für die Universitäten sein, um zu gewehrleisten, dass Studierende ein Studium in entsprechender Zeit durchlaufen können. Also eine Garantie für Studierende z.b. nach 9 Semestern einen Abschluss machen zu können. Dies steht aber im direkten Widerspruch zur derzeitigen Praxis. Regelstudienzeiten werden dazu benutzt, Studierenden zu sagen, nach welcher Zeit Sie ein Studium beendet haben müssten. Dies ist unser Meinung nach falsch. Auch Studierende die deutlich länger als die Regelstudienzeit studieren wollen, sollen das Recht dazu haben, ohne gegängelt zu werden. Regelstudienzeiten sollen lediglich als interne Maßzahlen für die Verwaltung dienen (nicht als Vorgabe!), eine durchschnittliche Dauer eines Studiums hat damit jedoch nichts zu tun.

Teilzeitstudium ermöglichen

Da derzeit noch keine effektive Studienfinanzierung für alle gewährleistet ist, sind viele Studierende auf eine Finanzierung durch Arbeit angewiesen. Dieses belastet die Studienleistung und schränkt die Studienmöglichkeit durch Seminarzeiten etc. ein. Daher fordert die Juso-Hochschulgruppe, die effektive Einrichtung eines Teilzeitstudiums, um betreffenden Personen das Studium zu erleichtern. Den Zeitdruck wegzunehmen und auch eine Seminarteilnahme zu ermöglichen.