Archiv für den Monat: April 2016

Antrag im Studierendenparlament: Aufwandsentschädigung im PJ anheben

Hinweis: Antragssteller ist der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), in dem wir auch in dieser Legislatur mitarbeiten.

Das Studierendenparlament möge beschließen, der Studierendenschaft Medizin, insbesondere der Fachschaft Medizin, Unterstützung auszusprechen, im Hinblick auf die Verhandlungen mit der Uniklinik Köln mit dem Ziel, die Vergütung im Praktischen Jahr auf die staatliche Höchstgrenze von 597€ pro Monat anzuheben.

Das Studierendenparlament spricht sich gegen die derzeitige Aufwandsentschädigung von 3,12 € pro Stunde aus und unterstützt die Forderung der Fachschaft Medizin,  Studierenden im Praktischen Jahr nach 5 Jahren Studium (Regelstudienzeit) eine angemessenere Entschädigung für ihre Arbeit zu bezahlen.

Dies kann natürlich nur ein Zwischenziel auf dem Weg zur fairen Entschädigung von Studierenden sein. Langfristig muss eine Anhebung der staatlichen Obergrenze zur Vergütung mindestens auf Höhe des Mindestlohns angestrebt werden.

Begründung:
Medizinstudierende müssen in ihrem 11. und 12. Fachsemester ein praktisches Jahr (PJ) in als solchen anerkannten akademischen Lehrkrankenhäusern deutscher Fakultäten absolvieren. Dieses ist in Tertiale aufgeteilt. Studierende sind zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal examiniert, ihr Studierendenstatus bleibt während des Jahres erhalten.

Die staatliche Höchstgrenze für die monatliche Vergütung liegt derzeit bei 597 Euro (orientiert am BAföG). Die Universitätsklinik Köln bezahlt den Studierenden allerdings nur 400 Euro pro Monat und legt für alle Lehrkrankenhäuser diese als Höchstgrenze fest, eine Mindestgrenze gibt es nicht. Lehrkrankenhäuser verlieren ihren Status als solche, wenn sie mehr bezahlen sollten. Somit gilt für Medizinstudierende der Universität zu Köln eine zusätzliche Höchstgrenze von 400 Euro und nur geringe Möglichkeiten diese durch ein PJ-Tertial im Ausland zu umgehen.

In dieser Zeit erleben Studierende den klinischen Alltag, betreuen zum Teil selbstständig Patient*innen und assistieren Ärzt*innen in vielfältiger Art und Weise. Sie arbeiten nach  den Vorgaben 32 Stunden pro Woche, da die Fachschaft Medizin 90 Minuten pro Arbeitstag als Zeit zur Examensvorbereitung ausgehandelt hat. Oft wird diese Zeit zum Eigenstudium nicht ermöglicht und zusätzliche Überstunden können hinzukommen, sodass eine Nebentätigkeit beinahe ausgeschlossen ist und von der Fachschaft außerdem als nicht sinnvoll und unverantwortlich eingestuft wird. Als Finanzierungsmöglichkeiten bleiben während ihrer Tätigkeit im Krankenhaus nur die Eltern, BAföG oder die Aufnahme eines Studienkredits. Damit eine eigenständige Finanzierung des Studiums gewährleistet werden kann, ist eine Anhebung der Aufwandsentschädigung daher unumgänglich.

Antrag im Studierendenparlament: Ausspruch gegen die Schließung der ZBMed

Antrag: Ausspruch gegen die Schließung der ZBMED
Antragsstellerin: Juso HSG

Das Studierendenparlament möge beschließen, sich gegen die Schließung der Zentralbibliotheken Medizin in Köln und Bonn auszusprechen und die Petition #keepZBMED zu unterstützen. Studierende wie auch die Öffentlichkeit sollen aufgefordert werden, diese zu unterschreiben. Das Studierendenparlament möge die Empfehlung des Senats der Leibniz Gesellschaft kritisieren, den Ausbau der Forschungsaktivitäten zu stoppen und die 119 Mitarbeiter*innen an einen anderen Standort zu versetzen, wenn nicht gar zu kündigen. Es spricht sich mit Beschluss des Antrags weiterhin gegen Sparen an der Infrastruktur aus, weil dies die Forschung vor Ort schädigt. Daher sendet das Studierendenparlament einen unterzeichneten Brief an die Gemeinsame  Wissenschaftskonferenz, Herrn Gröhe, Frau Schulze und Frau Prof. Dr. Wanka. Der Brieftext findet sich in Anführungszeichen gesetzt in der Begründung des Antrags und soll  mit ergänzter Anrede und Grußformel verwendet werden.

Begründung:
Die ZB MED kommt mit ihrem umfangreichen Lehrbuchbestand und einer in Deutschland
einzigartigen Fachzeitschriftensammlung, einer professionellen und kompetenten  Fachberatung, sowie ihren barrierefreien Lernplätzen den Kölner Studierenden zu Gute. Ihre Schließung würde den Studierenden der betroffenen Fachgebiete eindeutig in ihrem Studium und der wissenschaftlichen Recherche zum Nachteil gereichen, deshalb soll auch die Petition #keepZBMED unterstützt werden.

[Das] Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften ZB MED ist die größte  deutsche Bibliothek im Medizinbereich, die weltweit einzige Bibliothek mit einem lebenswissenschaftlichen Fächerspektrum. Auf diese Weise ist ZB MED die zentrale Infrastruktur für die Recherche nach und Beschaffung von medizinisch-bzw. lebenswissenschaftlichen Informationen. […]

[Sie] verfügt über einen Bestand von 7.447 laufend gehaltenen Zeitschriften, davon 2.715 im nationalen Alleinbesitz. Über 2.700 Zeitschriften sind allein über ZB MED zugänglich. Das Archiv von ZB MED gewährleistet den dauerhaften Zugriff auf diese  Forschungsergebnisse. […]

[Außerdem enthält] das interdisziplinäre Suchportal LIVIVO von ZB MED […] über 55 Millionen Nachweise qualitätsgeprüfter lebenswissenschaftlicher Literatur aus 45 Datenbanken [und] ist eine der drei großen Zentralen Fachbibliotheken in Deutschland, die insbesondere für die überregionale Literaturversorgung von lebenswissenschaftlicher Spitzenforschung von zentraler Bedeutung ist. Damit übt ZB MED eine unverzichtbare Dienstleistungsfunktion für nahezu alle deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf der Basis einzigartiger Bestände aus.

Der Verein Deutscher Bibliothekare und Bibliothekarinnen (VDB) ‘befürchtet bei einer
Abwicklung der ZB MED einen großen und irreversiblen Schaden für die  Informationsversorgung in den gesamten Lebenswissenschaften. Die vermeintlichen Einsparungen, die mit einer Schließung erzielt werden könnten, stehen in keinem Verhältnis zu den dann an anderer Stelle in vielfacher Summe anfallenden Mehrausgaben.“

(Aus dem Textbaustein der ZBMED: http://www.zbmed.de/ueber-uns/presse/neuigkeiten-aus-zb-med/artikel/zbmed-
nach-leibniz-senatsbeschluss-vor-dem-aus/)

Jahreshauptversammlung und Klausurtagung 02.04.

Die Juso Hochschulgruppe Köln hat sich am 02.04. um 11 Uhr zur Jahreshauptversammlung und einer anschließenden Klausurtagung getroffen. Wir bedanken uns bei unserem letztjährigen Sprecher*innenrat bestehend aus Paula Risius, Katharina Letzelter, Lusalla Nzanza, Felix Breiteneicher und Benedikt Ruppert. Der Neugewählte Sprecher*innenrat besteht nach einer Satzungsänderung aus zwei Koordinator*innen, einem/einer Finanzer*in und dem Öffentlichkeitsteam weiterhin bestehend aus bis zu 3 Personen. Jana Thomas und Leon Rauch wurden zu den Koordinator*innen gewählt. Zum Finanzer wurde Michael Schema gewählt. Das Öffentlichkeitsteam besteht im kommenden Jahr aus Catharina Gündel und Nicholas Hellmann.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung hielten wir eine Klausurtagung ab, in der wir uns in die Gruppen Öffentlichkeitsarbeit und Inhaltliches aufteilten. In diesen diskutierten wir die Ausrichtung der Juso Hoschulgruppe für das kommende Jahr. Abgerundet wurde der Tag von einem entspannten gemeinsamen Grillabend.